Kreiswasserwacht

Cham

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Ein sehr wichtiges Aufgabengebiet in der Wasserwacht ist ohne Zweifel die Ausbildung von Motorrettungsbootsführern.  

Die Motorbootsführer in der Wasserwacht benötigen zusätzlich zu den Kenntnissen und Fähigkeiten der privaten Bootsführer weitergehende Ausbildungen, um in Notfallsituationen, vor allem wenn die Wasserstrassen und Gewässer wegen  Sturmwarnungen oder Hochwasser bereits für andere Verkehrsteilnehmer gesperrt sind, schnell, richtig und entschlossen handeln zu können.

Die Voraussetzungen zum Erwerb des Motorbootführerscheines der Wasserwacht sind:
vollendetes 16. Lebensjahr, absolvierte Ausbildung zum Wasserretter, körperliche und geistige Eignung und ein ärztliches Gesundheitszeugnis.

Auf diese Voraussetzungen stützen sich die Ausbilder bei den Aus-  und Fortbildungen von Einsatzkräften.

An einem Lehrgang, der immer kreiswasserwachtsübergreifend  stattfindet, nehmen in etwa 15 bis 20 Teilnehmer teil. Die Theorie findet über 30 bis 50 Stunden im Unterrichtsraum der Ortsgruppe Cham statt, die praktischen Übungsstunden (mind. 10 Stunden) werden am Fluß Regen in Cham und an der Donau abgehalten.

Andere Vorgaben herrschen beim Führerscheinerwerb für Privatpersonen:
Auch für Privatpersonen ist es Pflicht ab einer gewissen Motorisierung einen Führerschein für ihr Motorboot zu erwerben, da dem Wassersport ein sehr hoher Freizeitwert zukommt, der zu einer immer mehr wachsenden Verkehrsdichte auch auf den Gewässern führt.

Die Voraussetzungen für Privatpersonen sind (Sportboot Führerschein Binnen “A”):
Vollendetes 16. Lebensjahr, ärztliches Gesundheitszeugnis, polizeiliches Führungszeugnis und körperliche und geistige Befähigung.

Auch diese Prüfung besteht aus einem theoretischen und einen praktischen Teil und berechtigt nach Vollendung zum Fahren von Sportbooten auf dem Rhein, der Mosel, dem Main, dem Main-Donau-Kanal und der Donau. Der private Führerschein, der bei der Wasserwacht Cham nicht angeboten wird, dauert in etwa je nach Fahrschule ca. 4 Tage für die Ausbildung und einen weiteren Tag für die Prüfung.

Die ursprünglichste unserer Aufgaben ist die Lehre des Schwimmens.

Daher bieten auch fast alle unserer Ortsgruppen Kinder- und Erwachsenenschwimmkurse an. Diese werden durch qualifizierte Ausbilder des Fachbereiches Schwimmen durchgeführt.

Für einen Schwimmkurs wenden Sie sich bitte direkt an die Ortsgruppe in Ihrer Nähe.

Das Rettungsschwimmen umfasst alle Tätigkeiten, die das direkte Ziel haben, in Not geratene Menschen im Wasser, durch nicht schwimmerischen oder schwimmerischen Einsatz, aus ihrer Notlage zu befreien. Hierfür sind nicht nur körperliche Fitness, sondern auch theoretische und praktische Kenntnisse in der Erkennung, Entscheidung und Handlung bei Hilfeleistungen notwendig.

Bei der Rettungsschwimmausbildung werden Fähigkeiten und Fertigkeiten geschult, vertieft und abgeprüft. Zu diesen gehören unter anderem verschiedene Sprünge, das Anschwimmen zu einer verunglückten Person, transportieren oder schleppen einer Person mit verschiedenen Rettungsgriffen, Kenntnisse über Rettungsmittel und deren Einsatz, Tief- und Streckentauchen, Befreiungsgriffe sowie das Anlandbringen und die weitere Versorgung der verunfallten Personen.

Um die erlernten Kenntnisse zu behalten und sicher anwenden zu können, ist ein regelmäßiges Training zu empfehlen, da die Ausbildung und auch später eine Rettung körperlich anstrengend sind und deshalb vor allem Ausdauer und Kraft benötigt werden.

Die Vermittlung und Prüfung der Kenntnisse im Rettungsschwimmen werden durch die Stufen Bronze, Silber und Gold bescheinigt. Die Prüfung zum Rettungsschwimmer kann bei einem Ausbilder in der jeweiligen Ortsgruppe abgelegt werden.

In den Bereichen Sachbergungen, Umweltschutzaktionen, Vermißtensuche, Totenbergung, technische Hilfeleistungen und Katastrophenschutz sind die Rettungs- und Bergungstaucher der Wasserwacht unentbehrlich.

Die Ausbildung, die die selben Punkte wie die Bootsausbildung voraussetzt (jedoch mit intensiverer medizinischer Untersuchung), wird ebenfalls gemeinschaftlich im gesamten Landkreis durchgeführt durch unsere Tauchausbilder Klaus Kreitmeier und Markus Schmid mit ihrem Hilfsausbilder Dieter Seidl.  

Die Kurse beginnen jeweils im Oktober und enden nach ca. 120UE Theorie im Unterrichtsraum der Ortsgruppe Cham und ca. 20UE Praxis im Freibad und in Tauchgewässern (wie z.B. Murner See und Steinberger See in Schwandorf) im September des nächsten Jahres.

Die Teilnehmerzahl liegt bei ca. 8 bis 10 Teilnehmern je Kurs.

In der Theorie und Praxis werden unter anderem folgende Themen besprochen und trainiert: Medizin, Physik, Rechtskunde, GUV, Ausrüstung, Such- und Bergetechniken, Leinenkunde, Orientierung und Naturschutz.

Um ständig auf dem aktuellen Stand der Dinge zu bleiben, finden jährlich Fortbildungen mit unterschiedlichen und aktuellen Themen (Eistauchen,  Umweltschutz, Medizin etc.) statt.

Termine

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